July 24, 2019

16:53

Man muss, glaub ich, da mal das Gesamtbild würdigen. Flintenuschi hat diese dicke Berateraffäre an der Backe und bringt sich/wird durch einen Postenwechsel geschickt in Sicherheit (gebracht). Die dadurch entstandene Kabinettslücke wird durch einen weiteren Postenwechsel geschlossen. Und zwar ebenfalls mit einer Person deren bisheriges Amt ihr auch zwei Nummern zu groß war. Besagte Person weiß über ihr neues Amt zumindest schon mal, dass sie mehr Geld brauchen wird (zwar nicht so ganz genau wofür, oder dass das was ihr da so vorschwebt nicht ganz grundgesetzkonform sein dürfte – nicht das das jemals ihren Ideen im Weg gestanden hätte).

Klimaschutz ist natürlich wichtig, aber nicht so wichtig, dass er sich dem Militär unterordnen darf und folglich wird Geld, welches wir in Bäume investieren könnten lieber in CO2 umgewandelt um Parlamentarier aus dem Urlaub für eine politische Zeremonie einfliegen zu lassen. Denn, so erklärt es uns ein ehemaliger Finanzminister, ein so wichtiges Amt, wie das des Verteidigungsministers dürfe man keinesfalls über Wochen vakant lassen.

Klar, wenn der KriegsVerteidigungsminister nicht täglich nach dem Aufstehen auf den Alex klettert, um mit dem Fernrohr nach Osten zu spähen, dann steht halt ruckzuck der Russe vor Berlin. Man mag sich gar nicht ausmalen, was da so alles passieren könnte, wenn ein Verteidigungsminister mal krank ist oder sich Urlaub nimmt (oder krank aus dem Urlaub zurück kommt).

Mal ganz ernsthaft. Ministerien müssen auch dann noch funktionieren, wenn der Minister mal unpässlich ist oder die Politik jemanden ohne fachliche Qualifikation zum Chef macht (was im Schnitt so etwa einmal alle 4 Jahre passiert). Minister mögen zwar formal Chef sein, sind aber für die praktische Arbeit völlig entbehrlich. Stiefmuttis Personalrochade und das darauf folgende Sich-wichtig-nehmen ist jedenfalls mal wieder ein wunderbar teures Geschenk an den den Steuerzahler. Kann man sich ja mal dran erinnern, wenn es das nächste Mal heißt, die schwarze Pest könne mit Geld umgehen.